Kiefergelenktherapie bei CMD

Modell eines Kiefergelenks

Die häufig gestellte Diagnose Cranio Mandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet ein komplexes Krankheitsbild, in dessen Zentrum das Kiefergelenk steht.

Das Kiefergelenk besteht aus einer zentralen bikonkaven Scheibe (Discus articularis), welche die beiden Gelenkflächen, zum einen die Fossa glenoidalis und das Tuberculum articularis (Eminentia), zum anderen das Caput mandibulae, harmonisiert. Diese werden von einer Gelenkkapsel, verstärkt durch Ligamente, umschlossen.

Kiefergelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Gelenkbeschwerden und Geräusche wie Knacken oder Reiben sind meist die ersten Hinweise auf eine Craniomandibuläre Funktionsstörung (Dysfunktion).

In der Zahnarztpraxis Herrligkoffer beraten und behandeln wir Ihre CMD individuell und sorgen für eine beschwerdefreie Funktion des Kiefers.

Dr. med. Klaus Herrligkoffer greift auf dem Gebiet der Diagnose und Therapie von Kiefergelenkerkrankungen auf jahrelange Erfahrung zurück.

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Symptome der Craniomandibulären Funktionsstörung

Craniomandibuläre Funktionsstörungen und -erkrankungen können mit verschiedenen Folgeerscheinungen und Symptomen einhergehen. Hierzu zählen Schmerzen und Verspannungen von Muskelgruppen in der Gesichtsmuskulatur, Gelenkschmerzen, Schmerzen im Kiefergelenk, Beschwerden oder Knacken beim Kauen, Nackenverspannungen, Kopfschmerzen, massiven Wirbelsäulenbeschwerden oder sogar eine Veränderungen des Gangbildes.

Die Ursache liegt meist in Störungen des statischen oder dynamischen Bisses oder in primären Erkrankungen der Kiefergelenke. Traumata, psychische Anspannung und orthopädische Beschwerden können als Begleitfaktoren in Betracht gezogen werden.

Diagnose bei Funktionsstörungen des Kiefersystems

Die klinische Funktionsdiagnostik ist die Grundlage der stufenweisen Diagnose von Funktionsstörungen des Kiefersystems. Sie beinhaltet neben einer allgemeinen eine spezielle Krankengeschichte und umfasst die Untersuchung der Zähne, der Zahnreihen zueinander, der Kau- und Gesichtsmuskulatur und die Kiefergelenke. Unterstützend wird die manuelle Funktionsdiagnostik eingesetzt, welche die Belastbarkeit der Kiefergelenke in Extrembewegungen überprüft.

Verschiedene Techniken für die genaue Diagnose

Bildgebende Verfahren können auf Basis der klinischen Funktionsdiagnose hinzugezogen werden. Die Panorama-Schichtaufnahme (OPT) dient  einer ersten Übersicht der Zähne, des Kiefergelenkes und der knöchernen Hartgewebe. Detailliertere 3D-Hartgewebsdiagnostik erreicht das Digitale Volumen Tomogramm (DVT). Das umfassendste und beste Verfahren der bildgebenden Kiefergelenkdiagnostik ist das Magnet Resonanz Tomogramm (MRT). Es erlaubt neben der Betrachtung der Hartgewebsstrukturen auch die Beurteilung der Weichgewebe.

Therapiemöglichkeiten bei Erkrankungen des Kiefergelenksystems

Je nach Ursache ihrer Beschwerden erfolgt eine individuelle, systematische Therapie. Eine Entspannung der Muskulatur, ein Harmonisieren des statischen und dynamischen Bisses und eine Selbstjustierung der Gelenkköpfchen in zentraler Lage stehen dabei im Vordergrund.
Dies erreicht man durch  individuell gefertigte Aufbissbehelfe, sogenannte Beißschienen.

Nicht invasive Therapieformen wie physikalische, medikamentöse oder Physiotherapie können je nach Diagnose die Schienentherapie unterstützen und ergänzen.

In schwerwiegenden Fällen und bei definierten Krankheitsbildern können aber auch eine Kiefergelenklavage oder eine operative Eröffnung des Kiefergelenkes notwendig werden.